Grundstückuntersuchungen vor dem Kauf
In einer teuren Villengegend wurde der Auftrag erteilt ein potentielles
Grundstück zu untersuchen. Es steht bereits ein Haus dort, recht
verfallen. Eine Nachbarin berichtet, dass es schon lange leer steht. Und
die Besitzer/Mieter nur Pech gehabt hätten - beruflich wie
gesundheitlich.
Die Interessenten haben vor, dass Haus sowieso abzureißen, es ist ein
Neubau für zwei Generationen geplant. Ich führe zuerst ein paar technische
Messungen durch, dann untersuche ich auf Wasseradern und Bankernetzlinien,
auch Verwerfungen werden berücksichtigt. Es stellt sich heraus, dass eine
Verwerfung, die Wasser führt über das Grundstück läuft, sowie eine breite
Wasserader. Beide ziehen sich direkt durch das Haus. Es gab auf diesem
Grundstück nur einen Bereich von 60 m2 Grundfläche, der einigermaßen
unbelastet war. Für ein Einfamilienhaus durchaus ausreichend, für die
Planung der zwei Generationen nur als Doppel bis dreistöckiges Haus
machbar. Meine Empfehlung lautete entweder die Baupläne für das Haus in
die Höhe zu planen oder sich nach einem anderen Grundstück umzusehen.
Grundstück in einer Neubauwohnsiedlung
600 m2 Wohnfläche völlig unbebautes Gebiet. Ich untersuche erst auf
Kriechstrom und Bahnstrom, da die Bahnlinie mit elektrischer Oberleitung
zwei Kilometer weiter verläuft - sieht gut aus. Ich stecke das Grundstück
ab, und beginne mit der Wünschelrute auf Wasseradern, Benkernätzlinien und
Verwerfungen zu suchen. Verwerfungen finde ich keine, die Benkernätzlinie
verläuft nahe an der Grundstücksgrenze gen Osten und es ist nur eine
schmale Wasserader zu finden. Diese zieht sich von Nord nach Süd durch das
Grundstück - etwa mittig. Ich übernehme die Maße in den Plan und empfehle
den Abstellraum, sowie das Badezimmer und den Flur so zu legen, dass die
Wasserader durch diese Räume geht. Die Räume des ständigen
Aufenthaltes sind dann frei. Die Planung und der Bau des Hauses wurden
dementsprechend umgesetzt. Der Familie geht es gut und sie ist zufrieden.